Fachwoche Straffälligenhilfe

Die Fachwoche Straffälligenhilfe ist eine Veranstaltungsreihe, die abwechselnd und in Kooperation von den konfessionellen Straffälligenhilfen durchgeführt wird.

In der Fachwelt ist es wenig umstritten, dass in Deutschland zu viel eingesperrt wird, obwohl der Entzug der Freiheit die Ultima Ratio sein sollte. Tatsächlich wird in circa 80 % aller strafrechtlichen Urteile auf Geldstrafe befunden. Wenn Verurteilte die Geldstrafe nicht bezahlen (können), wird Ersatzfreiheitsstrafe verhängt. Dies betrifft insbesondere Menschen, die über wenig Einkommen oder Vermögen verfügen. So sind zu jedem Zeitpunkt weit über 4.000 Menschen inhaftiert, die eine Geldstrafe nicht bezahlen (können). Die Haftdauer richtet sich nach der Höhe der Geldstrafe, dabei wird die Anzahl der Tagessätze in Hafttage umgerechnet. Schätzungen zufolge werden pro Jahr 50.000 Menschen eingesperrt, obwohl das Gericht ein anderes Urteil ausgesprochen hat.

Aber auch die direkt ausgesprochenen Haftstrafen für Straftaten sind ihrer Wirkung nach in Frage zu stellen. Bessert das Gefängnis die Menschen? Hilft das Gefängnis bei der Resozialisierung? Welche Funktion erfüllt überhaupt die Gefängnisstrafe in Bezug auf den Rest der Gesellschaft? Gibt es gute Alternativen? Könnten soziale Reaktionen hilfreicher sein als strafrechtliche Sanktionen?

Mit solchen und weiteren Fragen wollen wir uns aus theologischer, sozialwissenschaftlicher, politischer, ethischer und sozialarbeiterischer Perspektive beschäftigen.

Wir freuen uns auf interessante Vorträge, intensive Diskussionen, gute Anregungen und Anstöße für das Ringen um das höchste Gut, das unsere Gesellschaft zu bieten hat – Freiheit! Wir freuen uns auf Sie!

Hier finden Sie den jeweils aktuellen Tagungsflyer

 

Hier beginnt die Auswahl der Arbeitsgruppen (26.11.19)

 
 
 
Hinweis zur Übernachtung*
 
Hinweis zur Verpflegung*
Bitte rechnen Sie 5 plus 1.
 

Ort: Mainz

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